Bettgeflüster

Normalerweise kann ich Mittagsschlaf nicht leiden. Egal wie müde ich bin: Sobald ich mich hinlege, bin ich glockenwach. Und selbst wenn nicht, bin ich für den Rest des Tages nicht mehr zu gebrauchen. Das führt dazu, dass ich nach max. 2 Minuten der Reflektion über meinen Mittagsschlafzustand anfange meinen Bettnachbarn zu nerven mit „Was machen wir jetzt?!“. Diesmal aber ist es mein Bettnachbar, der mich wegen eines schwerwiegenden Problems zum Aufstehen zwingt:

– Wir haben nichts zum Nachmittgskaffee.
– Haben wir keinen Keks mehr?
– Nein, nichts!
– mhm…

Völlig schicksalsergeben liegt er auf dem Rücken. Hätte er die Augen offen, würde er leer an die Decke starren. Er hat sie aber nicht offen und erinnert daher mehr an eine rücklings in der Sonne liegende Schildkröte. Wie kurz vor dem Vertrocknen setzt er erneut an:
– Wir haben auch keinen Kuchen.
– Stimmt, wir haben keinen Kuchen.
– Wir haben nur diese ölige Mandelpampe, die meine Mutter von Menorca mitgebracht hat.
– Ja stimmt, das geht doch auch zum Kaffee.
– Ich glaube du unterschätzt den Ernst der Lage!
Jetzt hat er die Augen offen.

– Ich hätte auch lieber einen Kuchen zum Kaffee, aber das ist jetzt keine Katastrophe.
– DU musst deinen Kaffee ja nicht trocken runter würgen!

Mein überlegener Geist wundert sich und beschließt, den Mittagsschlaf abzubrechen. Man kann auch nicht eine Minute die Augen schließen und sich ausruhen!

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