Küche der ungewollten Tiere

Erst „Urgh!“, dann „nicht schlecht“, zuletzt „genial“. Stadttaube, Flughafengans oder Pony auf dem Burger? Ein holländisches Künstlerteam verwertet geschossene Tiere sinnvoll wieder – und lecker sieht es auch aus.

Da ich im Moment die meiste Zeit hustend auf dem Sofa herum liege und mich durch die Kanäle zappe, bin ich neulich bei „Abenteuer Leben täglich“ auf Kabel Eins hängen geblieben. In dem Beitrag ging es um ein paar holländische Künstler, die sogenannte ungewollte Tiere zubereitet und als Street Food verkauft. Dabei handelt es sich um Tiere, die ohnehin geschossen werden mussten und sonst weggeworfen würden. Das ganze heißt dann…

…de keuken van het ongewenst dier

Auch wenn mich die Mütter von kleinen Mädchen dafür hassen, aber die Vorstellung, Ponyfleisch zu essen, fand ich gar nicht so schlimm. Stadttauben dagegen – urgh! Nachdem ich aber gesehen habe, dass mindestens zwei weitere Stellen kontrollieren, dass diese Tauben gesund waren (und die anderen Tiere natürlich auch), fand ich die Idee eigentlich gar nicht so schlecht. Am Flughafen müssen mitunter Gänse geschossen werden, da diese für Flugzeuge gefährlich werden können. Wer sich darüber entsetzt, muss sich über die traurige Tatsache Gedanken machen: Eine Cockpitscheibe oder gar ein Flugzeugtriebwerk ist kein schönerer Abschied aus dem Leben. Statt Triebwerk-Frikassee gibt es beim Food Truck leckere frittierte Bällchen aus Gänsefleisch.

Pony-Burger vor dem Café de Ceuvel

Die kleinen 902929_441892729226390_1952482709_oKinder haben wider Erwarten mit dem Pony-Burger kein so großes Problem und mögen ihn sogar. Die Mütter dagegen weniger. Die Taubenbrüstchen in Butter angebraten mit Schalotten, Kräutern und Knoblauch sahen genial aus. Der Food Truck machte unter anderem Station vor dem Café de Ceuvel in Amsterdam. Die Mitbegründerin des Cafés würde es zwar begrüßen, wenn es mehr Vegetarier geben würde. Da das Fleisch der ungewollten Tiere aber sinnlos weggeworfen würde, findet sie es viel besser, dass es noch genutzt wird.

Ich finde die Idee genial! Nur schade, dass ich so etwas noch nicht in der Nähe gefunden habe. Andererseits: Eine Reise braucht ein Ziel! Die nächste Taube, die mir über den Weg läuft, werde mich mit ganz anderen Augen betrachten *schleck*.

Link zum Videobeitrag

Quelle Bilder: Keuken van het Ongewenst Dier, mit freundlicher Genehmigung von Nicolle Schlatborn

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